Hilfen im Beruf

Unser gegenwärtiges Sozial- und Gesundheitswesen krankt an normativer Schärfe, welche auch die Protagonisten dieses Systems leiden macht. Besonders die akademische Psychotherapie scheint an Objektivität und Renommee zu gewinnen, aber an Validität und Menschlichkeit zu verlieren. Mehr und mehr wird sie zu dem, wovor sie ursprünglich schützen und wovon sie heilen wollte: zu einer modularisierten, mechanischen und unpersönlichen Technik. Der Mensch, der in ihr arbeitet, gewinnt Sicherheit und Gewissheit; aber er droht, sich selbst zu verlieren (vgl. mein Artikel Die therapeutische Unschärferelation, s. Veröffentlichungen).

Ich möchte Ihnen helfen, diese normative Schärfe zu entdecken und aufzulösen. Vergessen wir bei aller Qualitätssicherung und Evidenzbasierung nicht das immer wieder neu Begegnende, nie Dagewesene, das Ureigene und Selbsterlebte! Vergessen wir nicht die Wahrheit der Begegnung, die immer nur solange wahr bleibt, wie sie durch den anderen veränderlich ist.